Eine dauerhafte und direkte Sonneneinstrahlung schadet dem Gartenteich. Damit die Pflanzen und Fische nicht unter der Sonne leiden, gilt es diese zu schützen.
Ein Gartenteich ist ein wahrer Blickfang in jedem Garten. Er schafft eine Ruheoase, bei der man nach der Arbeit gemütlich die Seele baumeln lassen und dem Alltag für eine gewisse Zeit entfliehen kann. Gerade am Abend, wenn die einzelnen Lichtquellen für Gemütlichkeit sorgen, dann lädt der Gartenteich zum Träumen und Verweilen ein.
Das funktioniert aber auch nur solange, wie der Teich sauber und gepflegt ist. Natürlich bietet dieser eine Menge Arbeit, was die Teichpflege angeht, einige Punkte können aber vermieden werden, wenn bei der Standortwahl ein wichtiges Detail beachtet wird. Ist der Gartenteich nämlich zu stark der Sonne ausgesetzt, dann können Pflanzen und Tiere Schaden nehmen.
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Zu viel Sonne schadet dem Gartenteich

Während wir uns freuen, wenn die Sonne am höchsten steht, bedeutet das für den Gartenteich eine besondere Herausforderung. Durch eine dauerhafte Sonneneinstrahlung bilden sich vermehrt Algen, die dem Klima im Teich erheblich schaden können. Besonders Fadenalgen wird eine hervorragende Grundlage geschaffen. An sich sind Fadenalgen ein gutes Zeichen, da sie für eine gute biologische Qualität und Stabilität des Teiches sprechen. Allerdings setzen diese beim Absterben Stickstoff-Verbindungen frei, die dem Teich stark zusetzen. Deshalb müssen sie regelmäßig entfernt werden. Da das normale Teichfilter kaum schaffen, müssen Sie selbst ran, sonst entwickelt sich eine regelrechte Plage.
Auch Fischen kann die starke Sonneneinstrahlung zu schaffen machen. Ihnen droht im schlimmsten Fall ein lebensgefährlicher Sonnenbrand. Sehr bekannt dafür sind beispielsweise Kois, da sie dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen.
Um den Lebensraum der Tiere und Pflanzen zu schützen, sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken über den Sonnenschutz am Gartenteich machen. Wir möchten Ihnen hier einmal 5 verschiedene Lösungen vorstellen.
Mit diesen Lösungen schützen Sie Ihren Gartenteich vor Sonne
Damit das Gesamtbild nicht beeinträchtigt wird, ist es wichtig, dass Sie den Sonnenschutz so wählen, dass es in die Umgebung passt. Es soll also nicht nur eine funktionelle Aufgabe übernehmen, sondern auch eine dekorative.
Tipp 1: Brücke als Sonnenschutz

Brücken bieten ein optimales Schattenplätzchen. Sie lassen zwar nicht den gesamten Teich in den Schatten rücken, bieten aber einen kleinen Rückzugsort für Fische. Dort können Sie sich während der heißen Sonnenstunden verstecken. So verringern Sie die Chance, dass Ihre Fische einen Sonnenbrand erleiden. Bei diesem kann die Schleimhaut der Fische verbrennen. Durch die entstehenden Entzündungen bilden sich Keime, die schlussendlich tödlich für die Fische sein können. Außer dem Sonnenbrand können sie sich aber auch die Augen Verblitzen. Das passiert, wenn sie zu lange in die Sonne schauen.
Neben dem praktischen Nutzen hat eine Brücke einen sehr hohen gestalterischen Aspekt. Gerade in Gärten im japanischen Stil kommen sie hervorragend zur Geltung. Sehr beliebt sind Brücken aus Holz. Sehr einfach selber zu bauen sind unter anderem Brücken aus Europaletten. Dieses Video zeigt, wie es geht:
Wer handwerklich nicht so begabt ist, kann natürlich auch auf fertige Brückenelemente zurückgreifen oder aber eine Brücke speziell nach eigenen Wünschen anfertigen lassen.
Tipp 2: Bäume und Pflanzen als Sonnenschutz

Oftmals wird der Teich so geplant, dass Bäume & Co. weit entfernt wachsen. Blätter könnten in den Teich fallen und so die Wasserqualität beeinträchtigen. Andererseits bieten Sie einen natürlichen Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung. Dem Laub können Sie mit speziellen Netzen, die es in verschiedenen Größen gibt, entgegenwirken.
Wer bei der Gestaltung noch freie Wahl hat, kann auf nicht laufabwerfende Bäume zurückgreifen.
Empfehlenswert sind hier:
- Kirschlorbeer
- Farne
- Eiben
- Fichten
- Kiefer
Es dauert zwar eine Weile, bis diese Pflanzen eine gewisse Größe erreicht haben, um als Sonnenschutz zu dienen, aber in der Zwischenzeit können Sie ja eine Übergangslösung in Betracht ziehen.
Tipp 3: Sonnenschirm als Schattenspender

Eine mobile und schnelle Lösung als Gartenteichbeschattung bietet ein Sonnenschirm. Diesen können Sie je nach Bedarf umstellen oder bei Sturm schließen, sodass er keine Schäden verursacht. Im Handel sind verschiedene Sonnenschirmformate erhältlich, die je nach Aufstellort unterschiedlichen Anforderungen entsprechen müssen. Als Schattenspender sollte der Schutz vor UV-Strahlung oberste Priorität haben, sodass Pflanzen und Fische geschützt sind.
Sehr empfehlenswert bei einem Gartenteich sind Ampelschirme. Den Fuß können Sie dabei auf einem Steg oder am Teichrand befestigen. Der große Schirm bietet dann ausreichend Schatten als Schutz für Wasser, Tiere und Pflanzen.
Der Vorteil am Sonnenschirm ist, dass Sie diesen jederzeit auch an einen anderen Ort transportieren können. Wird er wegen einer anderen Lösung am Teich nicht mehr benötigt, können Sie den Schirm beispielsweise auch als Sonnenschutz auf der Terrasse verwenden.
Tipp 4: Sonnensegel

Eine Alternative zum Sonnenschirm ist das Sonnensegel. Hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Farben und Formen. Neben den Standardmaßen können Sie sich auch Sonnensegel nach Maß anfertigen lassen. So kann die Optik ganz auf die Bedürfnisse des eigenen Gartens abgestimmt werden.
Sonnensegel müssen von guter Qualität sein, sodass sie Wind und Wetter strotzen können. Heutzutage gibt es sogar schon Sonnensegel, die elektronisch betrieben und bei Sturm automatisch eingerollt werden.
» Übrigens: Sonnensegel und Sonnenschirm bieten nicht nur ein schattiges Plätzchen, sondern schützen zudem vor Fischreihern. Von oben kann dieser nämlich nicht mehr auf den Teich blicken und seine Beute ausfindig machen. Vorteilhaft für Gartenbesitzer, die wertvolle Kois halten.
Tipp 5: Wasserlinsen

Es gibt nicht nur Lösungen, die man rund um den Gartenteich durchführen kann, sondern auch welche, dir sich innerhalb des Teiches anbieten. Dazu zählen spezielle Pflanzen, wie z.B. Wasserlinsen, auch bekannt unter „Entengrütze“. Sie bilden einen Teppich auf der Wasseroberfläche und schützen damit Fische und andere Pflanzen.
Zudem haben Wasserlinsen den Vorteil, dass Sie den Sauerstoffgehalt des Wassers erhöhen. Dieser ist wichtig, damit die Fische im Wasser überleben können. Je wärmer das Wasser wird, desto geringer wird die Sauerstoffkonzentration im Teichwasser. Sollten Sie keine Wasserlinsen als Schattenspender und Sauerstofflieferant nutzen wollen, können Sie auch andere Maßnahmen ergreifen, um dem Sauerstoffmangel entgegenzuwirken.
» Mein Tipp: Wer es nicht ganz so verwildert mag, der kann auch auf Seerosen zurückgreifen. Die haben den gleichen Effekt, sehen aber durch ihre Blüte um einiges schöner aus.
Ein Kommentar
Wasserlinsen kann man vergessen um Fische zu beschatten. Meine wenigen und damals noch kleinen Goldfische haben 1-2 Liter Wasserlinsen für ca. 20 € innerhalb einer halben Stunde komplett weggefuttert. Teuerstes Futter, aber biologisch… 😉