Das Maiglöckchen bevorzugt einen halbschattigen Standort und ist gut zur Unterpflanzung von Bäumen geeignet. Auch im Kübel lässt sich Convallaria majalis kultivieren.

Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) zählt zu den ersten Blickfängen im frühlingshaften Garten. Die weißen Glockenblüten verbreiten einen angenehm süßlichen Duft. Wer sich den Frühling ins Haus holen möchte, kann Maiglöckchen auch ab Dezember auf der Fensterbank vortreiben. Im Sommer schmücken die Pflanze kleine rote Beerenfrüchte, eine willkommene Nahrungsquelle für heimische Gartenvögel. Nicht zu vergessen – für uns Menschen ist der zarte Frühblüher in all seinen Pflanzenteilen giftig.
Inhalte
Maiglöckchen – Herkunft
Maiglöckchen zählen zu den Spargelgewächsen. Optisch besteht eine Ähnlichkeit zur ebenfalls zu den Spargelgewächsen gehörenden Schattenblume. Die deutsche Entsprechung des botanischen Namens lautet: „Tal-Kessel“ und spielt auf das ursprüngliche Vorkommen des Maiglöckchens an.
Die Heimat der Pflanze liegt in Europa, Asien und dem Norden Amerikas. Dort kommt die Pflanze auf Wiesen und in Buchenwäldern vor. In größeren Gruppen ist das Maiglöckchen in Höhenlagen von bis zu 1.900 Metern anzutreffen.
Besonderheit
In der botanischen Bezeichnung „majalis“ verbirgt sich der Monat Mai und damit ein Hinweis auf die Blütezeit der Pflanze. Häufig wird das Maiglöckchen zur Gestaltung von Muttertagssträußen verwendet. Dabei gilt es zu bedenken, dass die Pflanzen unter Naturschutz stehen und in freier Natur nicht gepflückt werden dürfen.
Eine weitere Besonderheit stellen die langen, lanzettenförmigen Blätter dar, die im Frühjahr erscheinen. Diese sind leicht mit dem Laub des Bärlauchs zu verwechseln. Sicherheit gibt eine Geruchsprobe: Bärlauch besitzt einen an Knoblauch erinnernden Geruch. Die Blätter des Maiglöckchens riechen dagegen nicht.
Eine weitere Besonderheit stellen die langen, lanzettenförmigen Blätter dar, die im Frühjahr erscheinen. Diese sind leicht mit dem Laub des Bärlauchs zu verwechseln. Sicherheit gibt eine Geruchsprobe: Bärlauch besitzt einen an Knoblauch erinnernden Geruch. Die Blätter des Maiglöckchens riechen dagegen nicht.
Maiglöckchen – Verwendung

Trotz seiner toxischen Inhaltsstoffe besitzt das Maiglöckchen Bedeutung für die Naturmedizin. In den Blättern sind Glykoside enthalten. Diese Stoffe besitzen herzstärkende Eigenschaften. Eine Einnahme derartiger Präparate sollte jedoch nur in Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
In früheren Zeiten enthielt Schnupftabak Pflanzenteile des Maiglöckchens. In der Kunst steht das Maiglöckchen symbolisch für die Heilkunde und ist ebenso ein Sinnbild für Bescheidenheit und Demut.
Maiglöckchen (Convallaria majalis) | |
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Wuchs: | teppichartig, bildet kriechende Rhizome |
Wuchshöhe: | 20 – 30 cm |
Wuchsbreite: | 20 – 25 cm |
Besonderheiten: | filigrane Blüte, schöner Fruchtschmuck, stark duftend, winterhart |
Standort: | Halbschatten bis Schatten |
Boden: | leicht trocken bis frisch, humos-lehmig, durchlässig |
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Maiglöckchen pflanzen
Der passende Standort
Ideale Wachstumsbedingungen findet das Maiglöckchen an einem halbschattigen bis schattigen Standplatz. Die ansonsten recht anspruchslosen Pflanzen vertragen keine starke Sonneneinwirkung.
Ein feucht-warmer Standplatz kommt den Pflanzen entgegen. Im Garten werden Maiglöckchen häufig zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern verwendet.
In Verbindung mit Tulpen, Hyazinthen und anderen Frühblühern ergeben sich hübsche Sinnbilder der erwachenden Natur.
» Achtung: Werden Maiglöckchen als Schnittblumen verwendet, ist das Blumenwasser von Kindern und Haustieren fernzuhalten. Die Giftstoffe gehen mit der Zeit von der Pflanze in die Flüssigkeit über.
Das ideale Substrat auswählen
Der Boden muss frisch und feucht beschaffen sein. Das Substrat sollte im sauren Bereich liegen. Dies lässt sich durch Überprüfung des pH-Wertes kontrollieren. Wer ein Testergebnis zwischen 4,5 und 6 erhält, hat das passende Substrat für seine Maiglöckchen Pflanzen gefunden.
Von Vorteil ist ein hoher Humusanteil in Boden. Das Substrat kann durch die Beigabe von Kompost dahingehend aufgewertet werden.
Maiglöckchen pflanzen – Schritt für Schritt
- Standort ausfindig machen
- Boden von Unkraut und Wurzeln säubern
- Pflanzabstand beachten (10 bis 20 Zentimeter)
- Pflanzloch ausheben (zehn Zentimeter tief)
- Kompost unter den Aushub mischen
- Pflanzen einsetzen (Rhizome mit Augen nach oben)
- Pflanzloch schließen
- Substrat leicht andrücken
- Pflanzen gut angießen
Maiglöckchen als Topfpflanze

Nicht nur im Beet kann das Maiglöckchen Lust auf den nahenden Sommer machen. Im Pflanztopf kultiviert, kann die Staude auch auf Balkon oder Terrasse für Bewunderung sorgen.
Selbst eine vorzeitige Blüte auf der Fensterbank ist möglich:
- Rhizome in Pflanztopf setzen (ab November)
- Pflanztopf mit Substrat auffüllen
- Knospen sollten nicht komplett mit Erde bedeckt werden
- Substrat gleichmäßig feucht halten
- warm aber nicht sonnig aufstellen
Maiglöckchen richtig gießen
Nach der Pflanzung ist eine gleichmäßige Bewässerung wichtig. Das Substrat darf nicht austrocknen. Ältere Pflanzen müssen nicht regelmäßig gegossen werden. Nur in heißen und trockenen Sommern ist zur Gießkanne zu greifen. Dabei sollte immer mit Fingerspitzengefühl vorgegangen und der Boden auf seinen Feuchtigkeitsgehalt hin kontrolliert werden, denn Staunässe vertragen Maiglöckchen nicht.
Maiglöckchen richtig düngen
Damit die Maiglöckchen im Frühling buschig wachsen und üppig blühen, können Sie im Herbst eine Kompostschicht auftragen. Auch Lauberde lässt sich verwenden. Eine weitere Düngung ist nicht notwendig.
Maiglöckchen schneiden
Soll die Vermehrung durch Selbstaussaat vermieden werden, sind die Blütenstängel nach der Blüte zu entfernen. Die Blätter werden nicht geschnitten. Das sattgrüne Laub schmückt den Garten und bündelt wichtige Nährstoffe für die Überwinterung der Pflanze.
Maiglöckchen vermehren
Im Sommer ist die beste Zeit, um Maiglöckchen zu vermehren. Die Wurzeln liegen flach in der Erde und lassen sich meist mit den Händen lösen. So kann die Pflanze besser ausgegraben werden.
Die Wurzeln können an einen anderen Standplatz im Garten umziehen oder für die Kultur des Maiglöckchens im Topf dienen.
» Tipp: Aus einem etwa zehn Zentimeter großen Teilstück des Wurzelballens können sich etwa vier neue Pflanzen ausbilden.
Krankheiten und Schädlinge erkennen
Die robusten Maiglöckchen werden recht selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Hin und wieder kann das Auftreten von Rostpilz, Grauschimmel oder Lilienhähnchen beobachtet werden.
Der Rostpilz muss wie alle Pilzerkrankungen bekämpft werden. Alle befallenen Pflanzenteile gilt es zu entfernen und zu entsorgen. Dies sollte über den Hausmüll geschehen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte die kranken Pflanzenteile verbrennen.
Grauschimmel sollte ebenfalls nachhaltig beseitigt werden. Der Pilz greift nicht nur schnell um sich, sondern lässt auch die betroffene Pflanze faulen. Eine gute Vorbeugung gegen Grauschimmel ist ein Dünger mit einem möglichst hohen Kaliumanteil.
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Das Lilienhähnchen macht sich gern über Maiglöckchen her. Dabei richten Larven und ausgewachsene Käfer Schaden an. Die knallroten Käfer lassen sich gut ausmachen und absammeln. Larven sitzen an der Unterseite der Blätter. Hier hilft eine Dusche mit dem Gartenschlauch. Ein bewährtes Hausmittel ist das Ausstreuen von Kaffeesatz auf dem Boden um die Pflanze.
Maiglöckchen überwintern
Die Pflanzen sind uneingeschränkt winterhart und benötigen keinen zusätzlichen Schutz. Werden Laub oder verrotteter Kompost im Herbst um die Pflanzen verteilt, kann sich die Feuchtigkeit gut im Boden halten.
» Hinweis: Wer seine Maiglöckchen im Topf heranzieht, muss für eine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit im Haus sorgen.