Gartenmauern lassen sich mit wenig Aufwand in blühende Hingucker verwandeln. Sie müssen dazu nur wissen, wie Sie die Pflanzen richtig in die Mauerfugen setzen.

Mauern im Garten sind eine tolle Abwechslung, da sie Struktur hineinbringen und den Garten aufpeppen. Besonders schön sind Mauern dann, wenn Sie die Mauerfugen bepflanzen oder auf der Oberseite hängende Pflanzen anbringen. Auch Kletterpflanzen machen sich gut an Mauern. Auf diese Art und Weise lassen sich tolle Effekte erzielen. Sie müssen dazu nur die richtigen Pflanzen auswählen.

Unterschiede bei Mauertypen

Wenn Sie die Fugen einer Gartenmauer bepflanzen möchten, gibt es einiges zu beachten, damit die Mauerpflanzen gut gedeihen und die Mauer dabei stabil bleibt.

Eine entscheidende Rolle spielt der Typ der Gartenmauer:

  • Trockenmauern: Diese bestehen aus aufgeschichteten Steinen ohne Mörtel. Sie bieten von Natur aus Fugen, in denen Pflanzen Halt finden können. Wichtig ist, dass Sie nur die Stoßfugen bepflanzen, damit die Stabilität der Mauer erhalten bleibt.
  • Gemörtelte Mauern: Hier müssen Sie oft nachträglich kleine Pflanznischen schaffen. Dafür können Sie bei der Errichtung der Mauer gezielt Spalten freilassen oder später kleinere Fugen mit einem Meißel schaffen, ohne die Struktur zu gefährden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gartenmauern können Sie von März bis September bepflanzen.

Gartenmauern bepflanzen
Felsensteinkraut und Blaukissen erwecken triste Mauern zum Leben. | © Petra Beerhalter / stock.adobe.com
  1. Mauerfugen füllen:
    Befüllen Sie die Mauerfugen bis zur Hälfte mit einem Gemisch aus Blumenerde und grobem Kies, damit noch Platz für die Wurzeln bleibt. Ein schmaler Löffel eignet sich bestens, um das Substrat gleichmäßig einzubringen. Dadurch verhindern Sie Staunässe und bieten den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen.
  2. Mauerpflanzen auswählen und einsetzen:
    Da viele Topfpflanzen zu groß für die schmalen Fugen sind, teilen Sie die Wurzelballen in kleinere Stücke. So können die Pflanzen leichter in den schmalen Spalten untergebracht werden.
  3. Fugen auffüllen und angießen:
    Setzen Sie die Pflanzen tief in die Fugen ein und füllen Sie anschließend die restlichen Hohlräume mit dem Substrat auf. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln gut umgeben sind. Gießen Sie die Pflanzen danach vorsichtig an, damit das Substrat sich setzt. Am besten mit einem feinen Wasserstrahl, damit das Substrat nicht gleich wieder aus den Fugen gespült wird.
  4. Pflege der Mauerpflanzen:
    In den ersten Wochen sollten Sie regelmäßig, aber sparsam gießen. Die meisten Mauerpflanzen bevorzugen eine mäßige Feuchtigkeit und kommen gut mit trockenen Bedingungen klar. Gelegentliches Zurückschneiden fördert das Wachstum.

Welche Pflanzen eignen sich für die Mauerbepflanzung?

Die Bepflanzung der Gartenmauer ist anschließend denkbar einfach. Überall dort, wo Erde oder Sand herausschaut, können Sie bepflanzen. Mauerpflanzen benötigen dazu wenig Platz. Wichtig ist nur, dass Sie die richtigen Pflanzen auswählen. Je nach Standort der Mauer (Sonne oder Schatten) benötigen Sie die passenden Pflanzen.

So errichten Sie die Mauer

Eine Gartenmauer aus Natursteinen passt optisch immer am besten in den Garten. Diese Mauer sollte, um auch stabil zu sein, immer ein Fundament haben. Die Mauer selbst sollte dann nicht in einem rechten Winkel zum Boden entstehen, sondern etwas nach hinten gekippt aufgeschichtet werden.

Zur Stabilität verwenden Sie zwischendurch immer ein paar längere Steine. Am einfachsten ist es, wenn Sie die Steine auf Füllsand verlegen.

Lesetipp: Landhausmauer im Garten errichten – 4 Ideen zur Umsetzung

Bilder von 10 beliebten Mauerpflanzen

Ringo von Gartentipps.com

Ringo ist Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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